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06. Juli 2016
Ratgeber
Autor: Natascha Schmidt
Wenn die Reise platzt

Ein unschönes Szenario: Kurz vor dem ersehnten Urlaub führt der Weg ins nächste Krankenhaus statt in den sonnigen Süden. Keine Chance, die gebuchte Reise muss storniert werden. Erfolgt die Absage knapp vor dem Reiseantritt, tut das oft doppelt weh, denn der Veranstalter behält in diesem Falle bis zu 80 Prozent der Reisekosten als Stornogebühr ein. Dank einer Reise-Rrücktrittskosten-Versicherung (RRV) sieht es zumindest finanziell nicht so trübe aus.     

Im Vergleich zum finanziellen Risiko, das angesichts eines Reisestornos droht, sind die Kosten einer solchen Police eher gering. Der Beitrag richtet sich nach der Gesamthöhe der Reisekosten. Das heißt, je höher die Reisekosten, desto höher der Beitrag – und umgekehrt.

Die Reise-Rücktrittskosten-Versicherung springt ein, wenn man selbst, ein Mitreisender oder ein Angehöriger unerwartet schwer erkrankt, einen schweren Unfall hat oder verstirbt. Auch eine Stornierung aufgrund von Schwangerschaft oder Impfuntauglichkeit wird akzeptiert. Die Leistungen können je nach Anbieter variieren und sind im Vorfeld auf jeden Fall genau zu prüfen.

Darauf sollten Sie achten:

 

  • Klären Sie, ob zusätzliche Reisekosten z.B. durch einen vorzeitigen unfall- oder krankheitsbedingten Reiseabbruch mitversichert sind.
  • Deckt die Police unter gewissen Umständen eine Verlängerung des Aufenthalts am Urlaubsort mit ab?
  • Bei bestimmten Erkrankungen, beispielsweise psychischer Natur, muss ein Attest vom Facharzt erstellt werden, der Gang zum Hausarzt genügt nicht.
  • Auch schon Monate vor der Reise auftretende Beschwerden dürfen dem Versicherer nicht vorenthalten werden, sonst ist der Schutz in Gefahr.
  • Wer trotz Krankheit die Reise antreten will, braucht dafür ebenfalls ein Attest vom behandelnden Arzt und sollte den Versicherer darüber in Kenntnis setzen.

 

Der richtige Kranken-Versicherungsschutz

Gesetzliche Krankenkassen zahlen prinzipiell nur deutsche Krankenkassensätze, und die sind häufig niedriger als die ausländischen Sätze. Die Differenzkosten müssen betroffene Urlauber selber tragen. Um sich gegen die finanziellen Folgen einer Erkrankung im Urlaub abzusichern, ist der Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung ratsam. Hierin sind die Kosten für stationäre und ambulante Heilbehandlungen im Ausland im vollen Umfang inbegriffen.

Unser Tipp: Achten Sie beim Abschluss einer Reisekranken-Versicherung darauf, dass der medizinisch sinnvolle Krankenrücktransport, der von der gesetzlichen Krankenkasse grundsätzlich nicht übernommen wird, inbegriffen ist. Wer so weit weg ist von Zuhause, der ist allemal darauf angewiesen diese Kosten nicht alleine zu tragen.

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