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14. August 2018
Ratgeber
Autor: Gabi Wrede
Scheidung – und nun?

In Deutschland wird jede dritte Ehe geschieden. In den gemeinsamen Jahren haben sich die Ehepaare nicht nur das Zuhause geteilt, sondern auch die eine oder andere Versicherung gemeinsam abgeschlossen. Weil viele nach einer Scheidung gerade andere Sorgen haben, vergessen sie, dass die Trennung auch Auswirkungen auf ihre Versicherungen hat. Wichtig ist es aber zu  prüfen, welche Verträge angepasst und welche neu abgeschlossen werden müssen.

Hausrat, Haftpflicht & Co

Die Privat-Haftpflichtversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen. Während der Trennungsphase besteht häufig noch Versicherungsschutz. Doch mit dem Tag der rechtskräftigen Scheidung erlischt er in der Regel. Um einen lückenlosen Versicherungsschutz sollte sich der bislang nur Mitversicherte um eine eigene Police kümmern. Wer sich trennt, braucht räumlichen Abstand. Das gilt auch schon vor der Scheidung. Die Frage ist nur, wer zieht aus dem gemeinsamen Zuhause aus und was ist dann mit der Hausratversicherung? Der Versicherungsschutz gilt nicht nur für die gemeinsame Wohnung, sondern für eine gewisse Übergangszeit auch für eine Zweite. Allerdings ist es an beiden Partnern gelegen, den Vertrag so schnell wie möglich anzupassen beziehungsweise einen eigenen Vertrag abzuschließen. Der Schadenfrei­heits­rabatt in der Kraftfahrtversicherung ist auch immer wieder Streitthema bei Scheidungen. Häufig läuft die Kfz-Police nur auf einen Ehepartner, dem der Rabatt formal zufällt. Der andere Partner muss hingegen eine neue Auto­versicherung abschließen. Damit er in dem neu abgeschlossenen Vertrag nicht als Fahranfänger eingestuft wird, muss er dem Versicherer darlegen können, dass er das Fahrzeug überwiegend gefahren ist, nur dann kann er den Schadensfreiheitrabatt erhalten.

Was passiert mit der Altersvorsorge?

Ein besonders wichtiges Thema nach einer Scheidung ist die Altersvorsorge. Im Falle einer Scheidung gilt grundsätzlich die Aufteilung der während der Ehe erworbenen Ansprüche zu gleichen Teilen auf beide Ehegatten. Betroffen sind zum Beispiel Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung, der Beamtenversorgung, der privaten und der betrieblichen Altersversorgung. Ausgleichspflichtig ist derjenige Ehepartner mit den höheren Rentenansprüchen. Bei Risikolebensversicherungen sollte insbesondere geprüft werden, ob die Versicherungsleistung auch nach der Scheidung noch an die ursprünglich vorgesehene Person gehen soll. Auch bei Berufs­unfähigkeits­versicherungen ist es sinnvoll zu hinterfragen, ob sie noch zu den neuen Gegebenheiten passen. Zum Beispiel könnte hier eventuell eine Anpassung der Versicherungsleistung sinnvoll sein.

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