News Single
© Coloures-Pic - Fotolia
18. Oktober 2018
Ratgeber
Autor: Gabi Wrede
Rente vom Chef: Staatlich gefördert!

Gesetzliche Rente, Betriebsrente, Riester- oder Rürup-Rente? Oder doch die klassische Lebensversicherung, Aktienfonds oder Immobilien? Für die Altersvorsorge gibt es in Deutschland viele Wege. Dabei den Durchblick zu behalten, ist nicht leicht. Doch eins ist klar: Die gesetzliche Altersrente fällt nicht nur durch den demografischen Wandel in Deutschland immer geringer aus. Eine Rentenaufstockung durch eine betriebliche Altersversorgung (bAV) ist dabei eine von vielen Möglichkeiten der persönlichen Vorsorge fürs Rentenalter.

Die bAV ist eine der ältesten Formen der Altersvorsorge in Deutschland. Seit langem spielt sie neben der gesetzlichen und der privaten Vorsorge eine wichtige Rolle. Doch was ist das genau? Die betriebliche Altersversorgung ist eine Leistung, die der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer zur Alters-, Berufsunfähigkeits- oder Hinterbliebenenversorgung anbietet. Dabei hat jeder Arbeitnehmer, der in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist, seit 2002 einen Anspruch darauf, einen Teil seines Lohnes oder Gehalts für die betriebliche Vorsorge zu verwenden. Voraussetzung ist allerdings, dass er den Aufbau im Wege der Entgeltumwandlung selbst finanziert. Welche „Durchführungswege“ hingegen angeboten werden, entscheidet die Firma bzw. der Arbeitgeber.

Direktversicherung gehört zu den gängigsten bAV-Wegen

Von den fünf möglichen „Durchführungswegen“ gehört die Direktversicherung zu den gängigsten. Hier schließt der Arbeitgeber eine Rentenversicherung auf das Leben seines Arbeitnehmers ab. Auch Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenleistungen können abgesichert werden. Die Auszahlung erfolgt dann an den  Arbeitnehmer oder seine Hinterbliebenen. Die Beiträge können vom Arbeitgeber, vom Arbeitnehmer durch Entgeltumwandlung oder von beiden gemeinsam finanziert werden. Ein weiterer Vorteil liegt auch darin, dass betriebliche Vorsorgemaßnahmen wie Direktversicherungen mit Vergünstigungen bei der Steuer und den Sozialabgaben belohnt werden.

Gesetzliche bAV-Stärkung

Um die bAV weiter zu stärken, hat die Bundesregierung das Betriebsrentenstärkungsgesetzes beschlossen, das seit 1. Januar 2018 in Kraft ist. Ziel ist es vor allem, die Betriebsrente in kleinen und mittleren Unternehmen zu verbreiten und Beschäftigten mit geringem Einkommen eine attraktive Betriebsrente zu ermöglichen.

Neu ist beispielsweise die „Geringverdiener-Förderung“. Diesen Förderbetrag erhält der Arbeitgeber, wenn er Arbeitnehmern mit einem monatlichen Bruttolohn von max. 2.200 Euro eine von ihm finanzierte bAV zusätzlich zum Arbeitslohn gewährt. Ab 2019 sieht die Reform dann auch einen verpflichtenden Zuschuss des Arbeitgebers zur Betriebsrente vor, aber nur für neu abgeschlossene Verträge. Unternehmen müssen dann 15 Prozent des umgewandelten Entgelts zusätzlich als Arbeitgeberzuschuss an den Pensionsfonds, die Pensionskasse oder die Direktversicherung weiterleiten, wenn sie durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge einsparen.

Diesen Artikel teilen

0 Bewertungen
0 Kommentare
Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen
Mit (*) gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden.
Bitte stimmen Sie unseren Datenschutzbedingungen zu und geben Sie uns die Erlaubnis zur Speicherung Ihrer Daten.*
neuste Artikel
meistversendet
Auch für Mieter ist die Absicherung wichtig
Wie Sie Bränden vorbeugen und sich vor finanziellen Folgen schützen.
Die richtige Altersvorsorge in Elternzeit.
Auftstocken der Rente durch die betriebliche Altersvorsorge (bAV)
Der achte Rheinische Provinzial Preis war wieder ein voller Erfolg.
Auch für Mieter ist die Absicherung wichtig
Wie Sie Bränden vorbeugen und sich vor finanziellen Folgen schützen.
Die richtige Altersvorsorge in Elternzeit.
Auftstocken der Rente durch die betriebliche Altersvorsorge (bAV)
Der achte Rheinische Provinzial Preis war wieder ein voller Erfolg.