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© Verband öffentlicher Versicherer (VÖV). Ob im Home-Office oder auf der Couch – eine Cyberattacke passiert manchmal schneller, als man denkt. Daher ist es wichtig, sich über Softwarelösungen hinaus abzusichern.
02. März 2018
Ratgeber
Autor: VÖV / Anna Braß
Wenn Surfen im Netz zur Gefahr wird

Internetkriminalität ist heute so alltäglich wie Autodiebstähle oder Wohnungseinbrüche. Ein aktuelles und brisantes Beispiel: Das Datennetz der Bundesregierung wurde gehackt. Aber Cyberattacken betreffen nicht nur große, bedeutende und wirkungsträchtige Institutionen, sondern sie ereignen sich von der größten Stadt bis ins kleinste Dorf. Sie ereignen sich in den eigenen vier Wänden.

Nach Angaben einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der öffentlichen Versicherer, darunter die Provinzial Rheinland, ist jeder siebte Deutsche in seinem privaten Umfeld schon einmal Opfer einer Cyberattacke geworden.  Da ist es kein Wunder, dass fast jeder vierte Befragte angab, sich stark oder sogar sehr stark vor einer Cyberattacke zu fürchten. Um euch vor solchen Attacken zu schützen, solltet ihr entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Beliebte Methode: „Phishing“

Ob Computer, Smartphones oder Tablets, im Büro, in der Universität oder zu Hause – eine Cyberattacke kann immer und überall passieren. Beim sogenannten „Phishing“ tarnen sich die Betrüger im Internet meist als seriöse Bank oder Online-Bezahldienst und fordern euch  beispielsweise in einer E-Mail auf, eure Zugangsdaten aus Sicherheitsgründen über einen Link zu aktualisieren.

Dann sind die Betrüger in der Lage, auf eure Kosten einzukaufen oder sogar ein gefälschtes Konto anzulegen und den Kreditrahmen auszuschöpfen. Die Folge: finanzielle Verluste und eine gefährdete Kreditwürdigkeit. Die beste Empfehlung: Auf verdächtige Nachrichten solltet ihr gar nicht erst reagieren.

Bei einer Cyberattacke sollte Ruhe bewahrt werden

Erschreckend: Jeder siebte der Befragten gab an, privat bereits Opfer einer Cyberattacke geworden zu sein. Gründe dafür waren laut der YouGov-Umfrage Hackerangriffe

  • beim Online-Shopping,
  • beim Online-Banking,
  • die Weiterleitung auf eine gefälschte Website
  • sowie das Ausspähen von Bankkarten-Daten.

Auch wenn es nicht einfach ist, solltet ihr bei einer solchen Attacke in erster Linie Ruhe bewahren. Hilfreich können auch Screenshots der gefälschten Website sein, um sie bei eurer Versicherung vorzulegen.

Großes Problem: Verletzung der Privatsphäre

Meistens entsteht für Opfer einer Cyberattacke aber nicht nur ein finanzieller Schaden. Bei jedem fünften Befragten wurde schon einmal die Privatsphäre im Internet verletzt. Am häufigsten wurden dabei persönliche Daten missbräuchlich verwendet. Aber auch ungewollte Nennungen im Internet und die Veröffentlichung persönlicher Bilder, die ungewollte Löschung persönlicher Daten und Cybermobbing trugen zu einer Verletzung der Privatsphäre bei.    

Wenn persönliche Daten, wie zum Beispiel Fotos einer wilden Partynacht, in die falschen Hände geraten oder unfaire Inhalte in sozialen Netzwerken und anderen Internet-Communitys verbreitet werden, kann eine solche Attacke im schlimmsten Fall auch psychische Probleme verursachen. Je nach Versicherung werden Opfer dann nicht nur bei den rechtlichen Schritten unterstützt, sondern auch ein Anteil der Kosten übernommen, um psychische Folgeschäden zu behandeln.

Vorkehrungen helfen, um sich zu schützen

Insgesamt gaben 74 % der Befragten an, Vorkehrungen getroffen zu haben, um sich gegen Cyberattacken zu schützen. Besonders technische Lösungen werden laut der YouGov-Umfrage dafür genutzt. Jeder zweite Befragte gab an, eine Schutzsoftware zu besitzen und auf regelmäßige Updates zu achten (50 %). Aber auch eine Firewall (47 %) und Sicherheits-Updates des Betriebssystems (38 %) gehören zu den gängigen Maßnahmen. Aber ihr solltet euch nicht nur technisch auf ein sicheres Fundament stellen: Um über Softwarelösungen hinaus auch in finanzieller Hinsicht geschützt zu sein, ist es ratsam, sich zudem mit einer Versicherung abzusichern.

Die Befragung

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2027 Personen zwischen dem 16. Februar 2018 und 19. Februar 2018 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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