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12. März 2019
Ratgeber
Autor: Gabi Wrede
Versicherung gegen Naturgefahren?

Am vergangenen Wochenende peitschte wieder ein Sturmtief durch die Straßen, Orte und Städte NRWs und hinterließ zahlreiche Schäden. Immer wieder sorgen Naturgefahren wie Sturm, Starkregen oder Schneedruck für unangenehme Folgen. Doch welche Versicherung kommt eigentlich dafür auf? Und wisst ihr, ob ihr ausreichend gegen Schäden durch Naturgefahren versichert seid? Vermutlich lautet die Antwort: „Nein“. Aber damit seid ihr nicht allein. 

Ob Hochwasser, Starkregen oder Schneemassen: Nicht einmal jeder dritte Rheinländer (31 Prozent) weiß, wie er sich vernünftig gegen Starkregen und Sturmschäden versichern kann. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage unter 1.000 Bürgern in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Und das, obwohl viele Gegenden in den beiden Bundesländern zu den Unwetterhochburgen in Deutschland zählen. Die Elementarschadenversicherung ist damit die Versicherung mit den größten Wissensdefiziten.

„Extreme Wetterereignisse haben zugenommen“ 

„Viele Menschen sind der Auffassung, sie werden kein Opfer von Naturgefahren wie Starkregen, Erdrutsch oder Hochwasser und dass, obwohl extreme Wetterereignisse in den vergangenen Jahren extrem zugenommen haben“, sagt Dr. Martin Creutz, Bereichsleiter Wohnen der Provinzial Rheinland.

Verbraucherzentralen rufen zwar regelmäßig auf, sich über die Absicherung finanzieller Folgen von Unwetterereignissen schlauzumachen. Doch gerade bei den jungen Menschen im Rheinland fehlt es an Wissen. Nur 22 Prozent der Nordrhein-Westfalen (NRW) und zwölf Prozent der Rheinland-Pfälzer zwischen 18 und 34 Jahren wissen, wofür eine Elementarschadenversicherung aufkommt. Die Älteren sind hier erheblich besser informiert. Immerhin jeder Dritte (36 Prozent) aus NRW und 47 Prozent der Rheinland-Pfälzer in der Gruppe der 45- bis 65-Jährigen fühlen sich fit, wenn es um die finanzielle Absicherung gegen Starkregen oder Hochwasser geht.

Abdeckung von Elementarschäden nicht verbreitet

Bundesweit haben laut GDV nur 35 Prozent der Hausbesitzer eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen. Das sind fast doppelt so viele wie vor zwölf Jahren. Die Menschen in Nordrhein-Westfalen sind im Vergleich überdurchschnittlich (36 Prozent) gut abgesichert. In Rheinland-Pfalz sind deutlich weniger Haushalte ausreichend abgedeckt (24 Prozent).

Eine Ursache für die geringe Abdeckung ist der verbreitete Irrtum, dass die Wohngebäude- und Hausratversicherung für alles aufkommt. „Schäden durch Starkregen und Hochwasser beispielsweise übernimmt nur eine Elementarschadenversicherung. Beim Abschluss von Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung sollte man deshalb nicht nur Feuer-, Sturm- und Hagelrisiken im Blick haben, sondern auch die Risiken durch Elementarschäden wie  Starkregen oder Schneedruck nicht außer Acht und sich entsprechend beraten lassen,“ so Dr. Creutz. Eine Versicherung gegen Elementarschäden bietet somit einen Extra-Schutz gegen Schäden, die die „klassische“ Wohngebäude- und Hausratversicherung nicht abdeckt. Die Elementarpolice gibt es schon für 40 und 100 Euro pro Jahr.

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