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02. Dezember 2015
Ratgeber
Autor: Natascha Schmidt
Max Mustermann geht in Rente

Wenn es um die Altersvorsorge geht, muss er oft als Vergleichsgröße herhalten. Er ist ein fleißiger, sehr gewissenhafter Mensch. 45 Jahre lang hat er unermüdlich durchgearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt. Weder hat er Elternzeit genommen noch seine Stundenzahl reduziert. Er hat auch viel Glück gehabt: Niemals war er über einen längeren Zeitraum krank, und auch eine Phase der Arbeitslosigkeit ist ihm erspart geblieben. Er ist, was sein Einkommen angeht, ein sehr durchschnittlicher Typ – stets hat er in seinem Angestelltendasein genau den deutschen Durchschnittslohn erhalten.

Die Rede ist vom „Eckrentner“, manch einer sagt auch „Standardrentner“. Wenn man ihn fragte, es wäre ihm vermutlich gleichgültig, wie man ihn nennt. Aber wer ihn in den bundesdeutschen Fußgängerzonen, Parks, Restaurants oder Wohnungen sucht, wird ihn nicht finden. Denn genau genommen gibt es ihn gar nicht. Der Eckrentner ist ein reiner Modellrentner, der nur auf dem Papier existiert. Sicher: Theoretisch könnten Menschen in Deutschland leben, die ihre Berufstätigkeit genau so verbracht haben wie der Eckrentner. Aber die Wahrscheinlichkeit ist äußerst gering. Denn das wahre Leben hat wesentlich mehr Ecken und Kanten als das des Eckrentners. Längere Berufsausbildung, Ausfallzeiten, Kindererziehung und mehrere Jobwechsel gehören heute zur Normalität.

Der Eckrentner hat in seinem fiktiven Erwerbsleben 45 Jahre (in Zukunft 47 Jahre) lang rentenversicherungspflichtig gearbeitet und jeweils den Durchschnittslohn verdient. Pro Jahr erhält er genau einen Entgeltpunkt. Das ist die Währung des Deutschen Rentensystems. Daraus lässt sich dann die sogenannte Eckrente errechnen, in dem man die Zahl der Entgeltpunkte mit dem aktuellen Rentenwert multipliziert. Im Jahr 2015 lag die Eckrente im Westen bei 1.175,58 Euro und im Osten bei 1.088,83 Euro. Diese Standardrente wird gebraucht, um das sogenannte Rentenniveau zu bestimmen.  

Ein realistischer Blick auf die Rente lässt sich gewinnen, indem typische Erwerbsbiografien untersucht werden. Wie also würde das Leben einer Verkäuferin mit zwei Kindern tatsächlich verlaufen? Nach der Elternzeit ist sie zum Beispiel in Teilzeit in das Erwerbsleben zurückgekehrt.

Das renommierte Institut Prognos ist bei seiner aktuellen Studie „Rentenperspektiven 2040“ genau so vorgegangen. Die Forscher haben die zu erwartende Rente an die Lebenswirklichkeit angepasst und für ausgewählte Frauen- und Männerberufe typische Erwerbsbiografien aus den Daten der Deutschen Rentenversicherung abgeleitet. So lässt sich ablesen, welche Rente ein Elektroinstallateur oder eine Verkäuferin tatsächlich in 25 Jahren erwarten dürfen.

Weitere Infos unter www.7jahrelaenger.de

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