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10. Juni 2016
Ratgeber
Autor: Natascha Schmidt
Kfz-Versicherung im Ausland

Pannenhilfe: Autoschutzbrief hilft auch in Frankreich weiter

Auf dem Weg ins Finale möchte niemand auf halber Strecke liegen bleiben. Passiert das dennoch, hilft in dieser Notsituation ein Autoschutzbrief. Autofahrer mit einer Panne können über ihren jeweiligen Versicherer schnell und einfach Hilfe organisieren – gerade auch im Ausland. Dafür haben die deutschen Kraftfahrtversicherer ein Netzwerk von etwa 7.000 Abschleppunternehmen in ganz Europa aufgebaut.

Auch in anderen Notfällen hilft der Schutzbrief weiter, zum Beispiel wenn man im Ausland schwerer erkranken sollte. In diesem Fall organisiert und bezahlt der jeweilige Versicherer den Rücktransport in die Heimat.

Der Autoschutzbrief ist ein Zusatzbaustein zur Kfz-Versicherung, der ausdrücklich im Vertrag mit abgeschlossen wird. Er wird üblicherweise für das jeweilige Fahrzeug abgeschlossen und ist daher fahrerunabhängig. Die wichtigsten Leistungen eines Autoschutzbriefes sind die Pannen- und Unfallhilfe vor Ort, der Weiter- und Rückfahrservice sowie die Bereitstellung eines Mietwagens. In der Regel gibt es den Autoschutzbrief bereits für einen unteren zweistelligen Eurobetrag pro Jahr. Der Preis hängt unter anderem von der Art des Autos ab und unterscheidet sich je nach Kfz-Versicherer.

Warum ein Auslandsschadenschutz sinnvoll ist

Im Ausland gelten andere Regeln: Das betrifft nicht nur die Straßenverkehrsordnung, sondern auch den Versicherungsschutz. Deckungssummen sind in anderen Staaten häufig niedriger als in Deutschland, Haftungsregeln können abweichen und manche Autos können sogar verbotenerweise ohne Kfz-Versicherung unterwegs sein.

Wer unverschuldet in einen Unfall im Ausland verwickelt wird, kann deshalb unter Umständen finanziell schlechter gestellt sein, als wenn der Unfall in Deutschland passiert wäre. Hier kommt der AuslandSchadenschutz ins Spiel: Der Zusatzbaustein zur Kfz-Haftpflichtversicherung gleicht diese Deckungslücke aus. Das Unfallopfer wird dadurch so entschädigt, als wäre der Unfallgegner in Deutschland haftpflichtversichert gewesen. Die Betroffenen bekommen den Personen- und den Sachschaden ersetzt.

Die Vorteile auf einen Blick:

  1. Betroffene Autofahrer reden mit ihrem deutschen Versicherer und müssen sich nicht mit einem ausländischem verständigen.
  2. Geringere Deckungssummen werden ausgeglichen, Autofahrer bleiben so nicht auf ihrem Schaden sitzen.
  3. Autofahrer haben mit dem Auslandsschadenschutz alle Ansprüche, die ihnen nach deutschem Recht zustehen (zum Beispiel bei Schmerzensgeld oder Mietwagen-Ersatz).
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