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05. Dezember 2017
Ratgeber
Autor: Gabi Wrede
Ein Hoch auf das Ehrenamt

Der Einsatz der vielen Ehrenamtlichen in Deutschland ist unbezahlbar. Mit dem internationalen Tag des Ehrenamts werden heute die rund 31 Millionen Menschen in Deutschland gewürdigt, die ehrenamtlich aktiv sind. Über die Hälfte davon bringen für ihr Engagement bis zu zwei Stunden pro Woche auf. Bei allem selbstlosen Einsatz sollten sich die Freiwilligen aber auch Gedanken um ihren Versicherungsschutz machen.

Ob als Trainerin im örtlichen Sportverein, als Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr oder als Betreuer einer kirchlichen Jugendgruppe: So vielfältig wie die Ehrenamtlichen selbst sind auch die Tätigkeiten, für die sie nach Feierabend oder am Wochenende unentgeltlich ihre Zeit investieren. Nicht immer geht das unfallfrei vonstatten. Dann stellt sich die Frage: Wer zahlt für den entstandenen Schaden? Daher sollte man sich als Freiwilliger frühzeitig informieren, wie es um den eigenen Versicherungsschutz während der ehrenamtlichen Tätigkeit steht.

Wenn dem Ehrenamtlichen selbst ein Unfall passiert, schützt eine Unfallversicherung gegen die finanziellen Folgen. Einige ehrenamtliche Tätigkeiten sind nach Sozialgesetzbuch VII gesetzlich abgesichert. Dann führt der Verein beziehungsweise der Träger die entsprechenden Beiträge ab. Allerdings gilt der gesetzliche Schutz nicht für alle freiwilligen Aktivitäten. Deshalb haben die Bundesländer für diejenigen, die nicht gesetzlich oder privat unfallversichert sind, Sammelverträge abgeschlossen. Welche Versicherungsleistungen darin enthalten sind, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Die gesetzliche Unfallversicherung greift aber mitunter nur für die unmittelbare ehrenamtliche Tätigkeit sowie auf dem Hin- und Rückweg. Wenn der Weg aber für private Zwecke unterbrochen wird, entfällt der Schutz in der Regel. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte eine private Unfallversicherung abschließen. Diese gilt rund um die Uhr und natürlich auch außerhalb der ehrenamtlichen Tätigkeit. Auch als Ergänzung zur gesetzlichen Absicherung ist diese sinnvoll. Das gilt insbesondere für den Fall, dass man durch einen Unfall dauerhaft beeinträchtigt ist. Denn dann zahlt die private Unfallversicherung eine Invaliditätsleistung ab dem kleinsten messbaren Invaliditätsgrad, während man bei der gesetzlichen Unfallversicherung erst ab 20 Prozent Erwerbsminderung eine Rente erhält.

Fügt ein freiwilliger Helfer jemand anderem einen Schaden zu, so hat der Geschädigte die Wahl, ob er den Ehrenamtlichen oder die Organisation haftbar macht. Das kann ohne entsprechende Absicherung teuer werden. Die private Haftpflichtversicherung ist aber grundsätzlich für jeden ein Muss – nicht nur für Ehrenamtliche. Versicherte sollten sich erkundigen, ob in ihrem Vertrag das ehrenamtliche Engagement mit eingeschlossen ist.

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