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05. Januar 2018
Autor: Die Versicherer / GDV
Das Versicherungsjahr 2018

Sie gehören zum neuen Jahr wie „Dinner for one“ zur Silvesternacht: Die gesetzlichen Änderungen und Neuregelungen. Auch in Sachen Versicherungen könnt ihr euch auf einige Veränderungen einstellen. Hier steht insbesondere die Altersvorsorge im Fokus.

Höhere Riester-Zulagen, Verbesserungen bei der betrieblichen Altersversorgung

Wenn ihr eine Riester-Versicherung abgeschlossen habt, dann könnt ihr euch seit dem 1. Januar über eine höhere staatliche Förderung freuen. Die Grundzulage steigt von 154 Euro auf 175 Euro. Die Kinderzulage bleibt unverändert bei 300 Euro für Kinder, die ab 1. Januar 2008 geboren wurden, und 185 Euro für alle davor geborenen Kinder. Damit ihr die volle Zulage erhaltet, müsst ihr weiterhin einschließlich der Zulage mindestens vier Prozent eures Vorjahreseinkommens in den Vertrag einzahlen. Die Höchstfördergrenze liegt für jede förderberechtigte Person bei 2.100 Euro.

Auch bei der betrieblichen Altersvorsorge tut sich was: Ab 2018 unterstützt der Staat insbesondere Arbeitnehmer mit einem Jahreslohn von bis zu 26.400 Euro beim Aufbau ihrer bAV. Zahlt euer Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt mindestens 240 Euro jährlich in einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder eine Direktversicherung ein, erhält er vom Staat eine Förderung in Höhe von 30 Prozent der Summe, maximal 144 Euro. Ihr als Arbeitnehmer profitiert davon gleich doppelt: Zum einen wird für euch eine betriebliche Altersversorgung aufgebaut, ohne dass ihr selbst dafür finanziell in Leistung treten müsst. Zum anderen sind für euch die vom Arbeitgeber geleisteten Beiträge steuerfrei.

Eine weitere gute Nachrichten: Bislang waren Renten, die aus einer Riester-geförderten betrieblichen Altersversorgung gezahlt wurden, beitragspflichtig in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Das Resultat: Eine „Doppelverbeitragung“, da bereits die Einzahlungen in diese Riesterrente aus beitragspflichtigem Einkommen stammten. Künftig entfällt deshalb die Beitragspflicht in der Auszahlungsphase.

Die betriebliche Altersversorgung muss ab 2018 nicht mehr zwingend mit garantierten Leistungen verbunden sein, für die der Arbeitgeber haftet. Er kann es stattdessen bei einer reinen Beitragszusage belassen. Voraussetzung für den Garantieverzicht allerdings ist, dass sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Rahmen des sogenannten Sozialpartnermodells darauf einigen. Kurzfristig sind allerdings keine neuen Tarifmodelle zu erwarten.

Beschränkte Anrechnung von Zusatzrenten auf die Grundsicherung, neue Steuerregeln für fondsgebundene Lebensversicherungen

Riester- oder Basisrenten sowie Renten aus der betrieblichen Altersversorgung werden ab 2018 nicht mehr voll auf die Grundsicherung angerechnet. Es gilt ein Grundfreibetrag von 100 Euro monatlich, darüber hinaus bleiben 30 Prozent anrechnungsfrei. Der Freibetrag ist aber auf 50 Prozent der Regelbedarfsstufe 1 begrenzt, was in 2018 208 Euro entspricht.

Seit diesem Jahr gelten für Investmentfonds völlig neue Steuerregeln, die sich auch auf fondsgebundene Lebensversicherungen auswirken. Neu ist, dass deutsche und ausländische Fonds auf bestimmte Erträge Steuern in Höhe von 15 Prozent aus dem Fondsvermögen zahlen müssen. Als Ausgleich für diese steuerliche Vorbelastung von Investmenterträgen wird für euch als Inhaber von fondsgebundenen Versicherungsverträgen eine Steuerbefreiung eingeführt: Erträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen sind in Höhe von 15 Prozent steuerfrei, sofern sie aus der Fondsanlage stammen. Die Steuerfreiheit für vor 2005 abgeschlossene fondsgebundene Lebensversicherungsverträge bleibt bestehen.

Wenn ihr mittels einer staatlich geförderten Riester- oder Basisrente vorsorgt, ergeben sich für euch durch die Investmentsteuerreform im Ergebnis keine negativen steuerlichen Folgen.

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