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04. Juni 2019
Ratgeber
Autor: Natascha Schmidt
Auf vier Rädern durch Europa

Einfach den Motor starten und mit der ganzen Familie durch Schweden, Österreich oder Italien reisen. Bei einem Urlaub mit dem Wohnmobil kann man sich auch unterwegs ganz wie zu Hause fühlen. Gerade für Familien ist das eine tolle Möglichkeit, ihren Urlaub an entfernten Orten zu verbringen und auf ein teures Hotelzimmer zu verzichten. Kein Wunder, dass Urlaube mit dem Wohnmobil immer beliebter werden. Allein in Deutschland wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt im vergangenen Jahr über 532.687 Wohnmobile neu zugelassen – 9,4 % mehr als im Vorjahr. Doch so eine Reise sollte gut geplant und sicher sein. Wer mit dem Wohnmobil verreisen will, sollte deshalb vorab den eigenen Versicherungsschutz prüfen.

Jeden Tag ein neues Ziel vor Augen und mehrere Hundert Kilometer vor sich – plant man einen Urlaub mit dem Wohnmobil, ist die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung das A und O. Denn diese kommt für Sach-, Personen- und Vermögensschäden auf, die bei einem Verkehrsunfall entstehen können. Die Beiträge müssen aber nicht das ganze Jahr über gezahlt werden. Wer zum Beispiel vorhat, nur in den Sommermonaten zu verreisen, kann mit einem Saisonkennzeichen Versicherungsbeiträge sparen. Dann sind nur anteilig Kfz-Steuer und Versicherungsbeiträge fällig. Man muss bei der Zulassung nur ein Saisonkennzeichen beantragen und beim Versicherer den Zeitraum angeben, in dem man verreisen will. Wer zum Beispiel vorhat zwischen April und Oktober zu verreisen, kann in der restlichen Zeit ganz beruhigt sein. Denn der Wohnwagen ist trotzdem während der Ruhephase weiterversichert.

Auch der Hausrat muss abgesichert werden

Laptop, Kamera und Kleidung – bei einem Urlaub mit dem Wohnmobil hat man meist einen beträchtlichen Teil seines Hausrats dabei. Wer seinen Hausrat auch im Urlaub schützen will, sollte auch diesen absichern. Die Hausratversicherung deckt meist nur den Verlust von Gegenständen im Pkw ab. Wer mit einem Wohnmobil unterwegs ist, sollte sich deshalb bei seinem Versicherungsexperten über eine Zusatzversicherung informieren. Schäden, die durch Langfinger am Fahrzeug entstanden sind, können mit einer Kaskoversicherung abgesichert werden. Doch nicht jeder kann oder möchte sich gleich ein Wohnmobil kaufen. Wer trotzdem nicht auf einen Roadtrip verzichten möchte, kann ein Wohnmobil auch mieten. Meistens sind dann schon die Kfz-Haftpflicht- und die Vollkaskoversicherung im Mietpreis enthalten. Wichtig ist nur den Vermieter zu informieren, wohin die Reise gehen soll.

Überladenes Fahrzeug: Die unterschätzte Gefahr

Kistenweise Proviant, Campingmöbel, Fahrräder, Kanu und Spielzeug für die Kinder – im Urlaub möchte man auf alles vorbereitet sein. Da kann es schnell passieren, dass man zu viel einpackt und das Wohnmobil überlädt. Viele Urlauber unterschätzen diese Gefahr. Fakt ist: Je schwerer das Wohnmobil, desto höher ist das Unfallrisiko. Denn bei Überladung verschlechtern sich das Bremsverhalten und die Fahrstabilität. Vor allem Gegenstände wie Koffer und andere Utensilien, die nicht richtig gesichert sind, können das Fahrzeug zum Kippen bringen oder zu gefährlichen Geschossen werden.

Eine Überladung kann aber nicht nur gefährlich, sondern auch teuer werden. Wer in Deutschland 25 % über dem Normgewicht liegt, muss mit einer Geldstrafe von 140 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Doch das ist nichts gegen die Strafen in Österreich. Wer mit 15 % Übergewicht erwischt wird, dem blühen bis zu 5.000 Euro Strafe. Um eine Überladung zu vermeiden, reicht es schon bei der Grundausstattung zu bleiben und zum Beispiel auf eine nachträgliche Sonderausstattung mit Spülmaschine zu verzichten.  Außerdem kann Gewicht eingespart werden, indem leichtes Campingzubehör eingepackt wird und Fahrräder sowie andere Sportgeräte einfach vor Ort ausgeliehen werden.

Die grüne Versicherungskarte gehört mit ins Gepäck

Wenn es trotz aller Sicherheitsvorkehrungen zu einem Unfall im Ausland kommt, ist die grüne Versicherungskarte besonders wichtig. Zwar genügt in vielen Ländern das amtliche Kfz-Kennzeichen als Nachweis der Kfz-Haftpflichtversicherung, aber in einigen europäischen Ländern wie Österreich, Italien und Schweden verlangen Polizisten bei einem Unfall oder einer Kontrolle die grüne Versicherungskarte. Sie gilt drei Jahre und enthält die wichtigsten Informationen über das Fahrzeug wie Halter und Versicherung. Daher sollte man vor jeder Reise prüfen, ob sie noch gültig ist.

Auslandsreisekrankenversicherung – Schutz im Notfall

Nach einem Unfall sollte man sich sofort von einem Arzt untersuchen lassen. Mit einer Auslandsreisekrankenversicherung wird man auch im Ausland umfassend ärztlich betreut, ohne selbst für die Behandlungskosten aufzukommen. Ein entsprechender Schutz ist schon für einen geringen Betrag zu haben. Darin sind dann die Kosten einer medizinisch notwendigen Untersuchung, Behandlung und ein Krankenrücktransport nach Deutschland abgesichert.

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